Oper und Theater erhalten Millionen – doch Friedhöfe, als gelebtes Kulturerbe, bleiben auf der Strecke. Es ist Zeit für eine gerechte Kulturförderung!
Uneingeschränkt: Ja! Kultur existiert nur, wenn die Gesellschaft sie finanziert und ermöglicht. Kulturförderung bedeutet, echte Teilhabe zu gewährleisten! Daher ist es selbstverständlich, dass Musiktheater landauf landab massive Unterstützung erhalten – ebenso wie unsere Museen und zahlreiche weitere Kultureinrichtungen.
Doch ein essenzieller Kulturort wird in der Debatte um Kulturförderung konsequent ignoriert: der Friedhof. Friedhofskultur ist offiziell als immaterielles Kulturerbe anerkannt (https://vffk.de - https://kulturerbe-friedhof.de/), doch in der Realität bleibt die Förderung völlig unzureichend. Friedhöfe bekommen bestenfalls eine minimale Unterstützung für ihren ökologischen sog. grünpolitischen Wert, aber ihre immense kulturelle Bedeutung wird sträflich vernachlässigt.
• Wie sähen unsere Trauerhallen aus, wenn Friedhöfe eine vergleichbare Subventionierung wie Musiktheater erhielten? Ein Blick auf so manche baufällige Trauerhalle offenbart die Folgen jahrelanger Ignoranz: Türen und Fenster schließen nicht mehr, Gebäude verfallen – nicht selten Mahnmal der Gleichgültigkeit gegenüber diesem kulturellen Erbe.
• Wie würden sich Friedhofsgebühren entwickeln, wenn Friedhöfe eine ähnliche Kulturförderung wie Theater oder Museen erhielten? Der WAZ-Kommentar vom 30.11.24 (Sinan Sat) verdeutlicht: Ein Opernbesuch in Deutschland kostet den Besucher im Durchschnitt 40 Euro, doch die tatsächlichen Kosten pro Vorstellung belaufen sich auf 250 Euro – die Differenz übernimmt die öffentliche Hand. Warum gibt es eine solche Unterstützung nicht für Friedhöfe? Warum müssen Menschen für die Nutzung eines Kulturortes, den sie selbst pflegen, gestalten und erhalten, immense Gebühren zahlen?
Das Besondere am Kulturort Friedhof ist seine Einzigartigkeit: Kein anderer kultureller Raum wird über Jahrhunderte hinweg von so vielen Menschen mit eigener Hände Arbeit geschaffen, gepflegt und erhalten. Friedhöfe sind Orte der Trauer, des Gedenkens und der Erinnerung – und dennoch erfahren sie keinerlei kulturelle Förderung. Stattdessen steigen die Friedhofsgebühren landesweit weiter. Dabei hält sich hartnäckig die überholte Vorstellung: „Früher oder später kommt doch jeder auf den Friedhof.“ Doch in Zeiten sinkender Bestattungszahlen und veränderter Trauerkultur ist dieser Satz längst überholt. Die Bedeutung der Friedhöfe als kulturelle, ökologische und gesellschaftliche Räume muss endlich anerkannt werden.
Kulturförderung heißt: echte Teilhabe ermöglichen! Es ist an der Zeit, die Menschen endlich auch am Kulturerbe Friedhof teilhaben zu lassen – nicht durch steigende Gebühren, sondern durch gezielte finanzielle Förderung.
Andreas Mäsing
FGG Friedhofsgärtner Gelsenkirchen eG
Middelicher Straße 89, 45892 Gelsenkirchen
Tel.: 0209/3180810 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Uneingeschränkt: Ja! Kultur existiert nur, wenn die Gesellschaft sie finanziert und ermöglicht. Kulturförderung bedeutet, echte Teilhabe zu gewährleisten! Daher ist es selbstverständlich, dass Musiktheater landauf landab massive Unterstützung erhalten – ebenso wie unsere Museen und zahlreiche weitere Kultureinrichtungen.
Doch ein essenzieller Kulturort wird in der Debatte um Kulturförderung konsequent ignoriert: der Friedhof. Friedhofskultur ist offiziell als immaterielles Kulturerbe anerkannt (https://vffk.de - https://kulturerbe-friedhof.de/), doch in der Realität bleibt die Förderung völlig unzureichend. Friedhöfe bekommen bestenfalls eine minimale Unterstützung für ihren ökologischen sog. grünpolitischen Wert, aber ihre immense kulturelle Bedeutung wird sträflich vernachlässigt.
• Wie sähen unsere Trauerhallen aus, wenn Friedhöfe eine vergleichbare Subventionierung wie Musiktheater erhielten? Ein Blick auf so manche baufällige Trauerhalle offenbart die Folgen jahrelanger Ignoranz: Türen und Fenster schließen nicht mehr, Gebäude verfallen – nicht selten Mahnmal der Gleichgültigkeit gegenüber diesem kulturellen Erbe.
• Wie würden sich Friedhofsgebühren entwickeln, wenn Friedhöfe eine ähnliche Kulturförderung wie Theater oder Museen erhielten? Der WAZ-Kommentar vom 30.11.24 (Sinan Sat) verdeutlicht: Ein Opernbesuch in Deutschland kostet den Besucher im Durchschnitt 40 Euro, doch die tatsächlichen Kosten pro Vorstellung belaufen sich auf 250 Euro – die Differenz übernimmt die öffentliche Hand. Warum gibt es eine solche Unterstützung nicht für Friedhöfe? Warum müssen Menschen für die Nutzung eines Kulturortes, den sie selbst pflegen, gestalten und erhalten, immense Gebühren zahlen?
Das Besondere am Kulturort Friedhof ist seine Einzigartigkeit: Kein anderer kultureller Raum wird über Jahrhunderte hinweg von so vielen Menschen mit eigener Hände Arbeit geschaffen, gepflegt und erhalten. Friedhöfe sind Orte der Trauer, des Gedenkens und der Erinnerung – und dennoch erfahren sie keinerlei kulturelle Förderung. Stattdessen steigen die Friedhofsgebühren landesweit weiter. Dabei hält sich hartnäckig die überholte Vorstellung: „Früher oder später kommt doch jeder auf den Friedhof.“ Doch in Zeiten sinkender Bestattungszahlen und veränderter Trauerkultur ist dieser Satz längst überholt. Die Bedeutung der Friedhöfe als kulturelle, ökologische und gesellschaftliche Räume muss endlich anerkannt werden.
Kulturförderung heißt: echte Teilhabe ermöglichen! Es ist an der Zeit, die Menschen endlich auch am Kulturerbe Friedhof teilhaben zu lassen – nicht durch steigende Gebühren, sondern durch gezielte finanzielle Förderung.
Andreas Mäsing
FGG Friedhofsgärtner Gelsenkirchen eG
Middelicher Straße 89, 45892 Gelsenkirchen
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