Pressemitteilung des Vereins zur
Förderung der deutschen Friedhofskultur e.V.

Friedhofskultur weiterentwickeln

(Borken, 25.03.2022) Die Friedhofskultur in Deutschland wurde am 13. März 2020 auf Empfehlung der Deutschen UNESCO-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Der Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur e.V. (VFFK) ehrt den Jahrestag der Ernennung.

Auch im vergangenen Jahr wurde viel erreicht, um die Friedhofskultur in Deutschland zu stärken. Mit der Unterzeichnung der Charta Friedhofskultur, haben die wichtigen Institutionen und Verbände im deutschen Friedhofswesen, darunter auch der VFFK e.V., ein deutliches Zeichen für Erhalt und Weiterentwicklung der Friedhöfe gesetzt. Das Manifest formuliert den Wert der Friedhofskultur für die Menschen und die Gesellschaft. Die Charta definiert zugleich ein gemeinsames Begriffsversta?ndnis für den öffentlichen Diskurs zum Thema Friedhofskultur und zeigt den großen Facettenreichtum dieses Kulturguts auf.

Foto: Dirk Matthiesen, Bonn

Das Anlegen, Gestalten und Pflegen von Grabanlagen – sprich das Schaffen von individuellen Orten der Erinnerung mit entsprechenden Symbolpflanzen - ist typisch und kennzeichnend für unsere deutsche Friedhofskultur. Friedhofsgärtner setzen sich vermehrt, neben ihrer eigentlichen Arbeit, mit Projekten und Aktionen für eine stärkere Wahrnehmung des Ortes Friedhof ein. Die alljährliche Aktion am dritten Septemberwochenende, der „Tag des Friedhofs“, ist ein tolles Beispiel für ein Projekt, dass von Friedhofsgärtnern im gesamten Bundesgebiet gemeinsam umgesetzt wird. Geführte Friedhofsrundgänge, Diskussionen zu friedhofsrelevanten Themen, Ausstellungen mit verschiedenen Schwerpunkten sowie kulturelle Veranstaltungen mit Musik und Literatur haben dabei immer ein Ziel: Die Bedeutung des Friedhofs als Ruhestätte, Ort der Trauerbewältigung, Erholungs- und Lebensraum soll den Menschen wieder nähergebracht, der Umgang mit den Themen Tod und Trauer enttabuisiert werden.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wandelte sich das Bild der Friedhöfe. Es geht langsam weg von der Uniformität und Anonymität auf den Friedhöfen. Es steigt die Erkenntnis, dass die Trauer einen konkreten, persönlichen Ort braucht. Diese Bedeutung wird mehr und mehr in der Gesellschaft erkannt. Die Zahl der unter-schiedlichen Beisetzungsmöglichkeiten auf den Friedhöfen steigt: Themengräber unterschiedlichster Art und Weise, Mensch-Tier-Bestattungen, Garten der Frau-en, Gemeinschaftsgärten, Memoriam Grabanlagen, Ruhegemeinschaften, und, und, und. Eine vielfältige und bunte Gesellschaft hat Anforderungen, die in eine immer vielfältiger werdende Bestattungskultur einfließen. Gerade in den langen Monaten der Corona-Pandemie haben die Bedeutung und der Wunsch nach Familie, Freunden und Gemeinschaft nochmals deutlich an Wert gewonnen. Darauf muss sich der Friedhof und die Friedhofskultur schon heute einstellen!

Die Friedhofskultur in Deutschland betrifft zwei große Themenfelder: Zum einen geht es darum, wie wir mit unseren Toten -und somit auch mit unseren Vorfahren und Ahnen umgehen. Hier hat sich in unserer Kultur über Jahrhunderte der Friedhof als zentraler Handlungsrahmen herausgebildet. Man kann deshalb auch sagen: Bei der Friedhofskultur geht es vor allem darum, was Menschen auf dem Friedhof tun. Dies betrifft die Rituale und Traditionen in der Verbindung mit Trauerbewältigung und würdigem Erinnern, aber auch die Fähigkeiten und das Können in Verbindung mit den Handwerken und Berufen des Friedhofswesens: von Bestatter und Trauerbegleiter über Friedhofsgärtner und Steinmetze bis hin zu Friedhofsplaner und -verwalter. Dabei ist der Blick nicht rückwärtsgewandt, sondern das immaterielle Erbe bezieht sich ausdrücklich auf die lebendigen Ausdrucksformen der Friedhofskultur in unserem Land. Zum anderen steht die Bedeutung der Friedhofskultur für unsere Gesellschaft im Fokus. Für unser kollektives Selbstverständnis ist sie gleich mehrfach bedeutsam, so z.B. aus kultureller, historischer oder auch sozialer Sicht. Unsere Friedhofskultur ist aus unserem Lebensumfeld, aus unseren Dörfern und Städten nicht wegzudenken. Sie ist fester Bestandteil unserer Gesellschaft und damit auch der nationalen Identität.

„Er ist auf Social Media!“
In einer Zeit des Wandels setzen wir vieles in Bewegung, um uns und die Friedhofskultur weiterzuentwickeln.

Social Media Plattformen sind unerlässlich, um mehr Reichweite und Aufmerksamkeit zur Unterstützung der Friedhofskultur zu erreichen und die Multifunktionalität der Friedhöfe zu beleuchten. Doch Social Media bietet noch weitaus mehr Möglichkeiten: Sie können direkt mit uns kommunizieren.

Gemeinsam unterstützen wir die deutsche Friedhofskultur - Wir freuen uns über zahlreiche Abonnenten.

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Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur e. V.

Der Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur e.V. möchte Friedhöfe als sozial, kulturell und ökologisch wertvolle Orte im Bewusstsein der Gesellschaft verankern. Er setzt sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Friedhöfe ebenso ein wie für die aktive Kulturpflege und für den Dialog der Religionen. Zu diesem Zweck steht der Verein in ständigem Kontakt und Austausch mit Kommu-nen und Verbänden sowie mit Vertretern und Vertreterinnen von Religionen und Religionsgemeinschaften.

Kontakt: Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur e. V. Vorsitzender: Andreas Mäsing, Robert-Koch-Straße 33, 46325 Borken
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Webseite: www.vffk.de

Fotodownload: https://www.vffk.de/aktionen

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